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eine Kurzübersicht

  Papua-Neuguinea Irian Jaya
(Papua Barat, Westpapua)
Staatsform Parlamentarische Monarchie im Commonwealth Indonesische Provinz seit 1963
Unabhängigkeit   16. September 1975
(bis dahin als UN-Treuhandgebiet unter australischer Verwaltung)
Verfassung   16. September 1975
Hauptstadt Port Moresby Jayapura
Fläche 477 000 km² 422 000 km²
Einwohnerzahl 4,3 Millionen (1995) ca. 1,6 Millionen (1989)
Bevölkerungsdichte 9 Einwohner pro km² (1995) 3,7 Einwohner pro km² (1989)
Ethnische Gruppen Papuas und Melanesier 98%
Polynesier, Chinesen, Europäer 2%
Papuas sowie verwandte melanesische und polynesische Völker;
gezielte Ansiedlung von Javanesen durch die indonesische Regierung
(keine Zahlen verfügbar)
Religionen Protestanten 58 %,
Katholiken 33 %,
Naturreligionen und sonstige 9%
Moslems, Naturreligionen
(keine Zahlen verfügbar)
Währung Kina
Febr. 2000 entsprach 1 DM ca. 1,15 Kina
Rupia
Febr. 2000 entsprach 1 DM ca. 3500 Rupia

Informationen zum Tourismus

  Papua-Neuguinea Irian Jaya
Visum Erforderlich sind ein Touristenvisum und ein gültiger Reisepass
Botschaften Botschaft von Papua Neuguinea
Moltke-Str. 44, D-53173 Bonn,
Tel.: 0228-935610
Indonesische Botschaft
Esplanade 7, D-13187 Berlin,
Tel.: 030-445921
Flugroute und Fluggesellschaften Von Deutschland über Singapore, Cairns oder Darwin mit einer beliebigen Fluggesellschaft, weiter nur mit Air Nuigini nach Port Moresby, Lae oder Mount Hagen. Von Deutschland über Jakarta oder Denpasar (Bali) und Ujung Padang (Sulawesi), dann nach Jayapura oder Biak mit Garuda Indonesia; bis Jakarta auch mit anderen Fluglinien möglich
Medizinische Prophylaxe Dringend empfohlen sind Impfungen Tetanus, Diphtherie, Polio sowie Hepatitis A und B schon vor der Reise
eine Malariaprophylaxe vor, während und nach der Reise ist ebenfalls angeraten
Zollbestimmungen Für den persönlichen Gebrauch können bei der Einreise 1 Liter Alkohol, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren eingeführt werden.
Verboten sind: Rauschgift, Waffen und Munition.
Zusätzlich ist es verboten, Drucksachen aus China sowie pornografische Literatur einzuführen.

Missionen

Missionen und Missionare greifen seit langem in die Geschicke der Völker Neuguineas ein.
Zu den negativen Auswirkungen zählt die systematische Beseitigung oder Zerstörung von Kulturgütern - etwa von Masken oder Ahnenhäusern. Diese "Fetisch-Vernichtung" fand vor allem im vorigen Jahrhundert und Anfang dieses Jahrhunderts statt. Als Folge gerieten ganze Kulturen in Vergessenheit, weil ihre materielle Basis nicht mehr existierte.
Heute hat sich das Bild und die Vorgehensweise der Kirchen gewandelt. Dank der zahlreichen Missionsschulen ist der allgemeine Bildungsstand deutlich angehoben worden. Missionare helfen heute auch, die Bevölkerung für Themen des Umweltschutzes zu sensibilisieren. Zahlreiche Krankenhäuser und ein Netz von Fluglinien, die von Kirchen und kirchlichen Vereinen unterhalten und finanziert werden, helfen bei der Verbesserung der Infrastruktur Neuguineas.

Leipziger Mission in Neuguinea

Am 1.1.1953 trat die Verfassung der "Lutheran Mission New Guinea" in Kraft. Die dabei beteiligten Partner waren die Missionsanstalt Neudettelsau (Bayern), die Vereinigte Evangelische Lutherische Kirche Australiens, die Amerikanische Lutherische Kirche und der Lutherische Weltbund.
Von ihnen wurde Leipzig zur Mitarbeit eingeladen.
Im Frühjahr 1955 gingen die ersten 3 Missionare (Jaeschke, Klemm, Höhne) nach Neuguinea. Bis Mitte 1957 folgten zwei weitere (Weber, Renck). Weitere Aussendungen folgten 1958, 1959, 1961, 1964, 1965, 1966, 1967, 1969, 1970, 1971 und 1972. Dabei befanden sich die Dienstorte für 13 Mitarbeiter in Gebieten des Hochlandes, für 2 Mitarbeiter im Küstengebiet, für eine Krankenschwester im Hospital Yagaum und für 3 Lehrer in der Schule für Missionskinder in Wau. Die Tätigkeit der Missionare dauerte im Durchschnitt 10 Jahre und beinhaltete auch die Herausbildung einheimischer Nachfolger.
Die Auflösung der "Lutheran Mission New Guinea" erfolgte auf Grund der Selbstständigkeit der Evang. Lutherischen Kirche von Neuguinea, wahrscheinlich so um 1973.
Quelle: Niels-Peter Moritzen, "Werkzeug Gottes in der Welt", Verlag der Ev.-Luth. Mission Erlangen




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