Bauten der Papuas

Behausungen  Brücken

Behausungen

Die Wohnverhältnisse unterscheiden sich von einer Bevölkerungsgruppe zur anderen teilweise beträchtlich. Aus den Familienverhältnissen, klimatischen und strategischen Verhältnissen findet man die verschiedensten Architekturen.
Im Tiefland, an der Küste und an Seen findet man häufig Pfahlbauten. Einzelne Stämme bauen ihre Behausungen in den Baumwipfeln. Verbreitet sind Rundhütten für jeweils eine Familie. Bei zahlreichen Völkern gibt es in der Nähe zu den Familienhütten auch Gemeinschaftshäuser, die als "Männerhaus" dienen.
Typisch sind die Verwendung von Holz als Baumaterial und Gras als Material für das Dach. Letzteres wird durch die Schwelgase der Feuer innerhalb der Hütte von innen nach außen geteert und somit imprägniert. Zunehmend findet aber Wellblech Verwendung als Material für die Dächer, wo die "Zivilisation" einmal Fuß gefaßt hat



Traditionelle Rundhütten der Dani im Baliem-Tal
Wamena, Irian Jaya, 1999
Foto: M. Hoffmann



Traditionelle Rundhütte bei den Lani.
Man erkennt deutlich das rußgetränkte Grasdach.
Bokondini, Baliem-Tal, Irian Jaya, 1999
Foto: M. Hoffmann



Pfahlbauten am Ufer des Sentani-Sees nahe der Hauptstadt Jayapura.
Hier gibt es kaum noch grasgedeckte Häuser.
Sentani, Irian Jaya, 1999
Foto: M. Hoffmann


Brücken

Brücken haben in Neuguinea eine besondere Bedeutung. Sie sind nicht nur Übergänge von einem Ufer zum anderen, sondern lebenswichtige Adern und Verbindungswege von Dorf zu Dorf. Um Brücken wurden sogar Kriege geführt. Defekte Brücken werden von den Dorfgemeinschaften immer wieder ausgebessert. Die Konstruktionen reichen von modernen Betonbrücken bis hin zu kunstvoll geflochtenen Hängebrücken.



Hängebrücke
Bungari, Irian Jaya, 1996
Foto: M. Leitzinger


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